„Das Ich ist vor allem ein Körperliches“, wie schon der Altvater der Psychotherapie – Sigmund Freud – bemerkte.

Und allen bekannt ist die Tatsache, dass sich das Gefühl zum eigenen Körper, das allgemeine Wohlbefinden und aber auch körperliche Beschwerden verändern können in Abhängigkeit vom seelischen Befinden und dass sich Körper und Seele wechselseitig beeinflussen (siehe Psychosomatik).

Ich nehme daher in der Therapie regelhaft die Technik der von Marianne Fuchs entwickelten funktionellen Entspannung (FE) zu Hilfe, bei der sich jedoch nicht um ein Entspannungsverfahren im klassischen Sinne handelt (wie z.B. Autogenes Training).

Vielmehr handelt es sich um ein (klassisch tiefenpsychologisch denkendes und handelndes) körperpsychotherapeutisches Verfahren, welches mit Hilfe bestimmter - eher auf das Erleben und Spüren gerichteter – Übungen helfen kann, den Zugang zu bisher verdrängten Erfahrungen und Emotionen zu erleichtern. Dabei geht es eher nicht um existentiell anmutende Erfahrungen z.B. in der Natur (Baum umarmen) oder expansiv-kathartische Handlungen (bspw. lautes Herausschreien von Schmerz), sondern mehr um das feine, differenzierte Wahrnehmen von Körperempfindungen und das Sprechen darüber.

Körperliches und seelisch-psychisches Empfinden werden dabei als gleichberechtigt und sozusagen aufeinander bezogen betrachtet. Mithilfe bestimmter Techniken kann dadurch u.a. ein Abbau von unangenehm erlebter körperlicher Spannung oder von Schmerzen erlebt werden, jedoch auch ein Verständnis der Zusammenhänge zwischen Gefühlen und eher körperlichen Empfindungen.

Insbesondere kann die Funktionelle Entspannung auch helfen, durch z.B. kleine Änderungen in der Körperhaltung (Anlehnen) oder bewusst-selbstfürsorgliche Handlungen (Zuhilfenahme einer Decke oder eines Kissens), sich selber zu unterstützen, zu bestärken oder zu beruhigen.

Ebenso kann man Blockaden oder Verspannungen „auf die Spur kommen“ und diese, auch unter Zuhilfenahme gewisser Atmungstechniken, zumindest lindern. Gelernt und gefördert wird dabei nicht nur das körperliche „Selbstverständnis“, sondern auch das Wiederentdecken von der Fähigkeiten des Leibes zur Selbstregulation und Selbstheilung.

Gute Erfolge erzielt die Methode der Funktionellen Entspannung besonders auch bei den klassischen psychosomatischen Krankheitsbildern wie Panikstörung, Herzneurose, Reizdarmsyndrom und Schmerzerkrankungen.

Kontakt

Dr. Elmar Battenberg

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Facharzt für Allgemeinmedizin
Tiefenpsychologie - Körperpsychotherapie
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