Psychotherapie ist ein in der Medizingeschichte noch recht junges Verfahren zur Behandlung von seelischen und sogenannten psychosomatischen (psychisch bedingten körperlichen) Erkrankungen.

Zu diesen durch eine Psychotherapie behandelbaren Erkrankungen gehören beispielsweise Depressionen und Erschöpfungssyndrome, Essstörungen, chronische Schmerzerkrankungen und so genannte funktionelle Störungen (meist chronische körperliche Beschwerden ohne Auffinden einer organischen Erkrankung), posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und tiefgreifende Veränderungen der Persönlichkeit (wie z.B. die Borderline-Störung), Angst- und Zwangsstörungen, dissoziative Störungen (sog. Konversionsneurose), sexuelle Störungen, selbstverletzendes Verhalten usw.

Psychotherapie ist – im Gegensatz zu beispielsweise einer Massage – nichts, was man passiv über sich ergehen lässt, sondern ein interaktioneller Prozess, an dem sowohl Therapeut als auch Patient mitwirken.

Zwischen diesen beiden Personen ist eine emotional tragfähige Beziehung entscheidend - die Passung, welche man in den ersten so genannten probatorischen Sitzungen gemeinsam überprüft! Zu betonen ist dabei, daß der Kontakt zwischen Patient und Therapeut stets eine (i.A. durch die Krankenkassen bezahlte) Arbeitsbeziehung bleibt, eine persönliche Beziehung ist ausgeschlossen.

Zur Erreichung des Zieles (dies kann die Verringerung der Symptome sein, aber in begrenztem Maße auch eine Veränderung der Persönlichkeitsstruktur) werden dabei verbale Mittel eingesetzt (also Sprache), aber auch non-verbale Methoden wie Körperempfindungsübungen, Entspannungsverfahren oder Bilderreisen. Es gibt verschiedenste Grundformen oder Strömungen der Psychotherapie – ich vertrete die so genannte Tiefenpsychologie, welche sich inhaltlich aus der Psychoanalyse von Freud ableitet.

Genau wie bei jeder anderen heilkundlichen oder ärztlichen Behandlung gibt es gemeinsam definierte Therapieziele, jedoch auch mögliche Nebenwirkungen, Stolpersteine und Grenzen der Behandlung. Generell ist für den Erfolg einer Therapie nicht nur die Passung zwischen Therapeut und Patient oder die Wahl des geeigneten Therapieverfahrens wichtig, sondern zu einem erheblichen Teil auch die Eigenmotivation des Patienten (mit Bereitschaft zur Einsicht und Veränderung) und der subjektive Leidensdruck.

Zu den – meist langfristig zu erreichenden – Zielen kann die Verringerung von seelischen und/oder körperlichen Symptomen (z.B. Angstzustände oder Schmerzen) gehören, ein verbessertes Körpergefühl im Allgemeinen, mehr Verständnis von sich selbst, ein verbessertes Differenzierungsvermögen eigener Gefühle und körperlicher Empfindungen, Stabilisierung von Beziehungen, mehr Selbstliebe und Selbstregulation sowie die Erarbeitung von Zukunftsperspektiven.

Zu den möglichen, teilweise unvermeidbaren Nebenwirkungen einer Psychotherapie zählen – siehe auch das Aufklärungsblatt unter „Downloads“ – eine ggf. zeitweise auftretende Symptomverschlechterung auf seelischer oder körperlicher Ebene, emotionale Labilität, Auswirkung der Psychotherapie im Allgemeinen auf zwischenmenschliche Kontakte (Veränderung, Verbesserung oder Verschlechterung von persönlichen Beziehungen) und auf den Beruf, Phasen des Selbstzweifels oder der Selbstüberschätzung.

In einer laufenden Therapie werden wir immer wieder den Verlauf betrachten, Wirkungen und Nebenwirkungen würdigen und ggf. die Therapie entsprechend anpassen.

Ein ausschließlicher Erfolg einer Psychotherapie – noch dazu unter Abwesenheit von Nebenwirkungen oder Problemen – kann nicht versprochen werden.

Die genaue Behandlungstechnik und die Wirkfaktoren der Einzelpsychotherapie in meinem Verfahren habe ich im Abschnitt „Tiefenpsychologie“ noch einmal genauer beschrieben.

Kontakt

Dr. Elmar Battenberg

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Facharzt für Allgemeinmedizin
Tiefenpsychologie - Körperpsychotherapie
Moltkestraße 2 a
23564 Lübeck
Telefon: 0451 - 88 33 98 22
E-Mail: info@praxis-battenberg.de 

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